Teneriffa – La Gomera 21,6 SM 3,31 Std.
Samstag, 30.Jan.2010
Wir müssen hier weg. Für morgen ist ein Sturmtief mit Wind aus südlicher Richtung angesagt, da ist die Gefahr zu groß, dass wir in dieser nach Süden offenen Ankerbucht Probleme bekommen – Wellen, Schwell und auflandiger Wind, das ist keine gute Kombination. Bis auf den Trimaran "Mia" haben sich alle anderen Ankerlieger schon verzogen. Als wir dann los wollen gibt der Motor nichts von sich. O je, die Batterie ist leer, da hat der Skipper in seiner Bedarfsberechnung wohl den Kühlschrank vergessen. Jetzt könnten wir unseren leider immer noch defekten Generator gebrauchen! Wir suchen Hilfe bei der "Mia".
Harald kommt mit Ersatzbatterie und Hund Jacky im Schlauchboot – Einsatz erfolglos, die Batterie ist auch nicht voll genug. Nächster Versuch mit Haralds Generator. Der wird an ein Seil gehängt (ca. 30 kg) ins Schlauchboot geladen und bei uns wieder hochgezogen. Nach einigem Hin und Her und Überbrückung des Ladegerätes springt der Jockel wieder an. Wir bedanken uns bei Harald mit Hundefutter und einer Flasche Wein und holen schnellstens den Anker auf. Es ist jetzt schon sehr ungemütlich hier, durch eine hohe Dünung und Fallwinde. Hoffentlich geht alles glatt bis La Gomera. Die Überfahrt unter Motor und Fock geht schnell, der Wind legt immer mehr zu und die Lage in Böen ist sehr heftig. Es scheppert mal wieder in allen Schapps. Um 17.00 Uhr legen wir mit zahlreichen helfenden Händen in unserem bisherigen Lieblingshafen San Sebastian auf La Gomera an. Kommentare "Was, bei dem Wetter wart ihr draussen ?" Wir fanden es nicht so schlimm – die "Destiny" kommt bei viel Wind erst richtig ins Laufen, nur die Böen sind unangenehm.
Bei unseren Nachbarn vom letzten Mal, Werner und Mechthild gibt es dann zur Begrüßung ein lecker Kräuterlikörchen und dann geht es nach Resteessen und Abendspaziergang an der Strandpromenade früh in die Koje.
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