Roompot 0 SM
Unser Enkel mit seinen Eltern ist angekommen. Große Wiedersehensfreude am späten Abend. Enkel Jason kennt uns noch und nachdem die Schlafplatzverteilung geregelt ist (das mitgebrachte Reisebett passt nirgends), der Kleine im Bett ist, sitzen wir noch bis nach Mitternacht im Cockpit.
Roompot 0 SM
Der Besuch hat schlecht geschlafen. Ungewohnte Geräusche, Möwengeschrei, enge Kojen. Heute geht es an den Strand. Im Watt patschen und im Sand spielen, das reicht dem Kleinen schon. Hinter der Marina beginnt ein Bungalowpark mit Freizeitzentrum, Supermarkt, Pizzeria und Cafe. Viele Familien mit kleinen Kindern machen hier Urlaub. Der Strand ist ideal dafür. Hans und Marco machen noch einen Schlauchbootausflug und so geht der Tag schnell vorbei.
Oosterschelde 20 SM
Alle haben gut geschlafen. Heute wird gesegelt auf der Oosterschelde. Die Oosterschelde ist durch ein Sturmwehr von der Nordsee getrennt, hat aber auch Ebbe und Flut, da der Kontakt zur See erhalten geblieben ist.
Für eine Stunde zieht eine Gewitterfront durch, danach kommt die Sonne wieder raus. Klein Jason verschläft den ersten Teil. Nach fünf Stunden laufen wir wieder im Hafen ein und suchen uns einen besseren Liegeplatz. Vorher waren wir am äußeren Steg, mit dem weitesten Weg. Abends stärken wir uns mit Pfannkuchen und sitzen wieder lange im Cockpit.
Roompot 0 SM
Es regnet. Mittags ist Abreise. Abschied für länger- da wird die Erinnerung an Oma und Opa verblassen. Schon schwer! Es war anstrengend, weil der kleine Mann ständig beaufsichtigt werden muss, aber schön. Ein paar blaue Flecke und eine Schürfwunde im Gesicht hat es aber doch gegeben.
Aufräumen, Saugen, zwei Maschinen Wäsche, Törnvorbereitung. Morgen wollen wir bis Nieuweport (Belgien) kommen und müssen früh aufstehen. Für das nächste Wochenende haben sich Sonja und Jörg angekündigt, vielleicht schaffen wir vorher noch ein paar liegengebliebene Arbeiten. Teakfugen erneuern, Rost entfernen etc..
Mittwoch, 8.07.2009
Roompot 0 SM
4.00 Uhr aufstehen. Lage peilen. Es kachelt mit 5-6 Windstärken, zeitweilig bis 7. Da verschwinden wir noch mal in die Kojen und legen einen Erholungstag ein.
Donnerstag, 9.07.2009
Roompot (NL) – Oostende (B) 52,9 SM
13,36 Std.
5.00 Uhr aufstehen. Schleusen in die Nordsee. Der Wind kommt mal wieder von vorn, also aufkreuzen und mit Lage am Wind segeln. Es steht noch hohe Welle vom gestrigen Starkwind. Mal wieder unangenehm. An der belgischen
Küste entlang, Zeebrugge mit seinen hässlichen Wohnbunkern, Blankenberge und laufen dann in Oostende ein, weil es schon spät ist. War keine gute Idee – absolut hässlicher Industriehafen. Der Yachthafen mit dem hochtrabenden Namen RYCO (Royal Yacht Club Oostende) liegt mitten zwischen Baggern, Förderbändern und Sandhaufen. Laut, schmutzig und außer dem alten Clubgebäude nichts Schönes zu entdecken.
Freitag, 10.07.09
Oostende – Nieuwepoort (B) 18,1 SM 4,20 Std.
In Oostende ist kein Hafenmeister anwesend, der Club ist nicht geöffnet, eine Letterbox sehe ich auch nirgends, keiner will unser Liegegeld. Nachdem ich drei Mal umsonst gelaufen bin, fahren wir ab ohne zu bezahlen. Außer dem Poller zum Anlegen haben wir ja auch nichts benutzt, kein Strom, kein Wasser und sind erst spät reingekommen – so ist unser Gewissen nicht allzu schlecht.
Um 16.00 Uhr erreichen wir Nieuwepoort. Sehr schöner Hafen, freundliche Leute. Der Stegnachbar versorgt uns mit Tips für französische Häfen.
Sonja und Jörg treffen erst nach 22.00 Uhr ein. Vorbildlich mit nur einer Reisetasche. Nach dem ersten Schnelldurchlauf stellen die beiden fest, dass sie sich unser Zuhause größer vorgestellt haben. Vor allem die Gästekoje entspricht nicht gerade einer Luxussuite, sondern eher einem Jugendherbergsetagenbett mit Spind. Tja, das Leben auf dem Boot ist eng. Mir fällt dazu noch ein, dass unser Vorsegel mit 58 qm immerhin die Größe der Wiesbadener Wohnung hat.
Spätes Essen und ab in die Kojen.Samstag, 11.07.2009
Nieuwepoort 0 SM
Diesig und trübe. Wir fahren zum Supermarkt, anschließend zum Strand . Leider fängt es an zu regnen und so endet der kurze Ausflug mit nassen Kleidern. Segelwetter ist auch nicht gerade und Hans hat Rückenschmerzen. So verbringen wir den Rest des Tages auf dem Boot. Abends noch ein schöner Spaziergang durch das Naturschutzgebiet zum Strand.
Sonntag, 12.07.2009
Nieuwepoort 0 SM
Bis Mittag wieder trübe und feucht. Sonja und Jörg beschließen im Bad shoppen zu gehen. Zu spät erfahren wir, dass hier eine schöne Altstadt ist, da waren wir leider in der falschen Richtung unterwegs. Die Sonne kommt noch raus, aber da die beiden gegen 17.00 Uhr fahren wollen (500 km Heimweg) ist nur noch wenig Zeit in der Sonne zu sitzen. Das Segeln verschieben wir auch, bis die beiden uns in Portugal besuchen. Schönes Wochenende. Bisschen zu kurz für die weite Anfahrt, aber Jörg ist es nicht gelungen Urlaub zu nehmen.
Betten abziehen, Waschen, aufräumen, ein bisschen lesen, weitere Route planen.Montag, 13.07.2009
Nieuwepoort – Dunkerque (F) 21,4 SM 4,53 Std.
Dunkerque früh erreicht. Hier fühlt man sich zum ersten Mal wie im Ausland. Niemand spricht Deutsch. Hässlicher Hafen und beim Stadtbummel konnten wir auch nicht viel Ansprechendes entdecken. Schnell weiter!
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