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Start Logbuch 2009 Umzug - Oktober 2008

Umzug - Oktober 2008

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Oktober 2008

Das Haus ist verkauft. Der Kaufvertrag ist unterschrieben. Räumungstermin ist der 31.03.09. Fange an zu räumen. Einige Kisten mit Fotos, Dias und Büchern kommen zu meiner Schwester in Hirschberg auf den Dachboden. Über unsere antiken Schränke freut sich unsere Tochter in Wiesbaden. Wohnzimmer, Schlafzimmer und Esszimmer nimmt unser Sohn Marco. Das einzige Problem ist der Übergabetermin. Marcos neue Wohnung wird voraussichtlich erst Anfang Mai frei. Das bedeutet zwischenlagern, zweimal umpacken und einen Monat im WoMo leben. Bis jetzt hat alles so reibungslos geklappt – vielleicht geht der Umzug auch noch zu einem früheren Termin. Hans hat beim Chinesen in seinem Glückskeks den Spruch „ Im nächsten Frühjahr wartet das Glück“. Das passt doch.

Noch zwanzig Wochen Zeit unser Leben zu entrümpeln. Fast zwanzig Jahre haben wir in unserem Haus gelebt, da hat sich einiges angesammelt. Das zwölfteilige Gedeck, Deko, die Möbel von 145 qm Wohnfläche, Fernseher, Gartengeräte, Anzüge, Kostüme, Bücherwände voller Literatur, stapelweise Zeitschriften, Trockner, Waschmaschine und Gefrierschrank  - nichts davon passt auf ein 12 m Boot.

Das Leben wird einfacher, klarer, überschaubarer. Tageszeitung, Krankenhaustagegeld, ADAC und Mitgliedschaft im Tennisclub gekündigt.

Dezember 2008

Die ersten Kisten sind gepackt.
Diverse nützliche Dinge, wie Einweckgläser zum Einkochen, Mixer handbetrieben und eine alte Kaffeemühle von Kegelschwester Marlies organisiert – Abschiedsbesuch beim ehemaligen Briloner Kegelclub gemacht – die Mitarbeiter in der Firma werden bei einer kombinierten Betriebs- und Weihnachtsfeier informiert – die gesammelten Werke der Yacht- und Palstekzeitungen sind zerschnitten und interessante Artikel abgeheftet – ein Motorroller ist verkauft – das Büro zu Hause ist ausgeräumt – die ersten Einkochversuche „Kuchen im Glas“ sind gelungen –Rundumsanierung beim Zahnarzt ist abgeschlossen – im März folgt noch ein Crashkurs in Sachen „Zahnmedizin“. An dieser Stelle herzlichen Dank für diesen besonderen Einsatz der Zahnarztpraxis Dr. Brücher in Meschede.

Die Anzahlung fürs Boot von Hans seiner Lebensversicherung ist überwiesen. Die Versicherung hat uns ärgerlicherweise fast 3 Wochen auf das Geld warten lassen. Telefonisch verbunden wird man mit einem Callcenter. Vage Ausreden (Jahreswechsel, zuwenig Mitarbeiter) sind Standard. Herr Frings wird schon unruhig und uns war die Angelegenheit peinlich.

Habe den Eignern des Bootes „Lady Blue“ in der Türkei Dieter und Jutta Bsumek in Hannover einen Brief geschrieben und die derzeitige Situation erklärt. Aber die „Lady Blue“ ist von dem nächsten Interessenten gekauft worden und so hat sich für alle Beteiligten die beste Lösung gefunden. Da hatten wohl beide Seiten ein schlechtes Gewissen. Wenn wir im April/Mai Abschied nehmen machen wir bei Bsumeks in Hannover einen Zwischenstopp. Dieter hat noch Seekarten von der holländischen Küste, die er uns geben will. Er braucht jetzt nur noch Landkarten.

Unser Enkel Jason ist am 11.12.08 ein Jahr alt geworden. Jeden Dienstag, wenn ich Mami und Kind besuche, wird der Abschied schwerer. Der einzige Minuspunkt an unserem Vorhaben, dass wir unseren Enkel jetzt nicht aufwachsen sehen. Seine kleinen Fortschritte, Krabbeln, Laufen, Sprechen gibt es dann nur auf Video und Fotos zu sehen.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Oktober 2017 um 22:19 Uhr