www.sy-destiny.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Logbuch Karibik St. Lucia - Regentage

St. Lucia - Regentage

E-Mail Drucken PDF

St Lucia Rodney Bay  0 SM

Dienstag, 22.Juni 2010

neuer WindfängerWir sind spät dran für die Karibik und in der sogenannten Mini- Regenzeit angekommen. Das ist auch wirklich so - die Luftfeuchtigkeit beträgt über 90%. Gestern hat es den ganzen Tag geregnet. Kurze heftige Schauer und unser Sportprogramm bestand den ganzen Tag aus Luken auf und zu. Auch an allen anderen Tagen haben wir immer mindestens einen kräftigen Guss gehabt. Der Regen ist warm und wird genutzt, zum Duschen, Wäsche spülen und Baden im Dinghi. Die neueste Anschaffung ist ein Windscooper. Dieses leichte Windsegeltuch wird in die Achterluke gespannt und leitet den Wind nach unten in die Achterkajüte. Jetzt lässt es sich nachts mit mehr Frischluft auch besser aushalten.

Wir befinden uns seit dem 1.ten Juni in der Hurricansaison und im Supermarkt liegen bereits Zettel aus, wie man sich am besten bevorratet und wie man sich zu verhalten hat. Es wird Zeit, daß wir weiter nach Süden kommen. Grenada gilt schon als relativ sicher.

"Blasenhaut"Unser Besuch, mein Bruder Winni konnte nicht hören und hat sich gleich am ersten Tag einen üblen Sonnenbrand eingefangen. Es gibt da ja so Cremes!! Jetzt muß er leiden und braucht dauernd Einreibehilfe!


Von der Rodney Bay sind wir etwas enttäuscht- trübes Wasser, laute Musik von den Hotels bis spät in die Nacht, Jet Skis, die das Ankerfeld aufmischen, High Speed Motorboote mit 100 Dezibel oder mehr, Ausflugskatamarane  etc.- mal sehen was die nächste Bucht Marigot Bay hergibt. Ich schwitze und schwitze, hat aber leider am Gewicht noch nichts geändert! 95% Luftfeuchtigkeit in den letzten Tagen! Wünsche mich manchmal ins kühle Skandinavien- ja man kann eben nicht alles haben!!

Am Freitag haben wir das Straßenfest in Gros Islets, dem nächsten Ort besucht. Wir waren leider viel zu früh dran - das Leben auf der Straße beginnt erst ab 22.00 Uhr. Überall wurde gegrillt, Batterien von Alkohol auf kleinen Verkaufsständen aufgebaut, Joints und Liebesnächte angeboten. Das alles findet vor den kleinen Holzhäusern der Einheimischen statt. Im Kontrast dazu sind die Straßen überfüllt mit großen, neuen Autos. Wie das finanziell geht ist uns ein Rätsel - das Leben ist hier sehr teuer,  etwa doppelt bis dreifach im Vergleich zu deutschen Lebensmittelpreisen.

Wohnblock in CastriesHeute morgen mit dem Sammelbus nach Castries, der Hauptstadt von St. Lucia gefahren. Eine häßliche Stadt mit vielen kleinen Bars und Verkaufsständen. Aus der großen Markthalle flüchten wir nach kurzer Zeit, wegen der aufdringlichen Verkäufer. Bis jetzt finden wir hier alles sehr europäisch. Etwas Ursprüngliches haben wir noch nicht entdeckt. Aber was will man - auf der einen Seite eine gute Infrastruktur mit Supermarkt, Reparaturdiensten etc. - auf der anderen die einsame Insel mit Kokospalmen und Natur pur. Beides zusammen geht eben nicht.
Für das Dinghi haben wir heute beim Chip Chandler im Hafen eine 6mm Edelstahlkette ( 5 m für 90.- Euro) gekauft, versehen mit zwei Schlössern ist das Gummifloß jetzt besser gegen Diebstahl geschützt, der Aussenborder wird mit eingebunden. Von Diebstählen hört man hier leider immer wieder. Auf einer ankernden Yacht sind sogar nachts heimlich und leise die Langfinger tätig gewesen und haben alles Greifbare mitgehen lassen, während die Eigner friedlich schliefen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 10. September 2010 um 23:31 Uhr