St Lucia, Rodney Bay
Freitag, 9. Juli 2010
Nach über vier Wochen Aufenthalt geht es morgen Nacht weiter nach Bequia. Die bürokratischen Pflichten haben wir erfüllt. Beim Ausklarieren muß der gleiche Bogen wie beim Einchecken noch einmal ausgefüllt werden. Etwas unverständlich, da an jedem Arbeitsplatz ein Computer steht, aber hier nimmt man sich üblicherweise für alles viel Zeit. Der allgegenwärtige Fernseher darf auch in der Behörde nicht fehlen und die laufende Sportsendung ist dann schon mal wichtiger wie der Kunde!
Bei der netten Flaggen und Tshirt Verkäuferin kaufe ich die nächsten beiden Gastlandflaggen für Bequia (St.Vincent) und Grenada für je 10.- Euro. Malakai, von dem wir uns vor zwei Tagen verabschiedet haben, winke ich nochmal zu und schon geht es im Beiboot zurück zum Ankerplatz im südlichen Teil der Bucht, nahe am Strand. Ein bißchen Bootspflege steht heute noch auf dem Plan. Der Anflugrost auf den Edelstahlteilen und die Ecken, wo man mit der großen Bürste nicht hinkommt, also die Zahnbürstenputzaktion. Da es immer wieder kurze Regenschauer gibt, habe ich einige Eimer Putzwasser aus dem Dinghi geschöpft und brauche kein Tankwasser entnehmen. Mit dem klebrigen Salzwasser arbeite ich nämlich nicht gerne.
Walter feiert heute seinen 69.ten Geburtstag und bekommt eine gute Flasche Portwein und eine Geburtstagskarte. Für diesen Anlass habe ich ihm ein paar Tage zuvor in meinem "Freiluftsalon" am Steg die Haare geschnitten. Mein Bruder hatte seine Locken ebenfalls schon unter meiner Schere verloren und da das Ergebnis gut war, traute Walter sich dann auch, mich an seine Haarpracht zu lassen. Von anderen Booten kam auch gleich die Anfrage, ob sie sich anstellen könnten! Vielleicht sollte ich einen Job draus machen und so die Bordkasse auffüllen. Bedarf ist jedenfalls da - habe mich schon oft gewundert, wie selten man Yachties mit einem guten Haarschnitt sieht.
Zum Abschied
. und Geburtstagsessen fahren wir noch einmal durch die Bucht zur Jambe Strandbar und essen Fisch mit Salat, dazu einen Cocktail und ein Heineken. Lecker! An Bord der Double Moon gibt es dann noch einen Schlummertrunk bevor wir um halb zehn in die Kojen fallen. Eine schöne Abschiedsfeier von St. Lucia. Für morgen lade ich dann noch einmal zum dicken, fetten Speckpfannkuchen ein, damit wir die Nachtfahrt gut gestärkt überstehen
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