St.Lucia - Bequia 74,8 SM 19,5 Std.
Mittwoch, 14.Juli 2010 -
Die Überfahrt in der Nacht von Samstag auf Sonntag war problemlos. Wir hätten uns etwas mehr Wind gewünscht, in der Düse zwischen den Inseln war es genug, aber in Lee der Inseln mußte der Motor teilweise mithelfen. Gegen 18.00 Uhr fiel im zweiten Versuch der Anker in der Admirality Bay vor der kleinen Stadt Port Elizabeth. Bequia hat 5000 Einwohner und die Menschen verschiedener Religionen und Rassen leben hier in einem friedlichen Miteinander. Die Insel hat eine Walfängervergangenheit und war bekannt für den Bau von Holzschiffen.
Die Einklarierung verläuft unbürokratisch. Ein Formular in dreifacher Ausfertigung, Pässe stempeln und 70 EC Dollar (ca. 23,30 €) bezahlen, in 15 Minuten waren wir fertig und können mit dieser Gebühr die weiteren Grenadineninseln besuchen. Der Ton soll hier ja freundlicher geworden sein, da man die Bedeutung des Yachttourismus erkannt hat. Wir fanden die junge Dame gelangweilt und uninteressiert, aber das war bisher in jeder Behörde so.
Kleine bunte Holzhäuser säumen die Hauptstraße und am Strand entlang gibt es viele kleine Restaurants, Bars und Shops. Alles sehr nett gemacht. Wir kaufen Brot im Knight´s Supermarket, der Skipper kauft einen Hut in der Markthalle und wird von der netten Standbesitzerin so herzlich gedrückt, daß ein Foto natürlich nicht fehlen darf. Rumlaufen macht durstig und so landen wir in Max Pizza Restaurant direkt am Strand. Walter erinnert sich an die Riesenpizza, die er vor 22 Jahren hier zum günstigen Preis gegessen hat. Die Pizza ist immer noch riesig, der Preis aber inzwischen auch und so teilt er sich mit Meggi eine 19" Zoll Pizza, bei der Hans dann auch noch mithelfen muß. Ein sehr nettes Restaurant, in dem man sich hier nachmittags zum Scrabble Spielen trifft.
Strandnachmittag ist angesagt. Der Naturstrand Princess Margret Bay, gegenüber
vom Ankerplatz hat eine kleine Geschichte. Hier verbrachten Prinzessin Margret und Lord Snowdon ihre Flitterwochen. Die Reste ihres weißen Bungalows entdecken wir halb zugewuchert 20 Meter vom Strand entfernt. Dieser Strand ist einen Kilometer lang, an beiden Seiten von Felswänden und Grotten eingeschlossen, hat weißen Korallensand, klares Wasser und bietet durch die großen tropischen Bäume natürlichen Schatten. Das ist ein Strand, wie er mir gefällt. Ohne Sonnenschirmvermietung, ohne Tretbootverleih und ohne Ausflugskatamarane mit hämmernden Bässen. Es gibt nur einen kleinen Souvenirstand und Jack´s Bar, in der wir zum Ausklang des Tages unseren Sundowner genießen.
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