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Inselhopping

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Tobago Cays - Union Island  4,7 SM
Union Island - Carriacou 10,7 SM


Samstag, 31.Juli  - Montag, 2. August 2010

Wir nehmen die gefährliche Südpassage, wo immer nur wenige Meter Platz zwischen den verschiedenen Riffen und Untiefen sind.  Im Vertrauen auf die elektronische Karte und Sichtnavigation fahren wir mit unserem Stahlschiff und 2,20 m Tiefgang voraus und die Double Moon (GFK, 1,30 Tiefgang) folgt uns kursgenau. Ich stehe am Ruder und halte mich genau an die Anweisungen des Kapitäns. Die meisten Charterfirmen verbieten ihren Kunden diese Durchfahrt!! Alles geht gut, keine Grundberührung und nach anderthalb Stunden und drei Ankerversuchen liegen wir sicher hinter dem Thompson Reef in Clifton Harbour auf Union Island.  Dieser Naturhafen ist der einzige Hafen der Karibik in Luv und hat zwei Riffs im Hafenbecken. Immerhin ist das Riff mit zwei Leuchtbojen markiert, die aber unzuverlässig arbeiten.  
Union Island - BäckereiVon Union Island sehen wir nur die Main Street mit dem kleinen Markt. Viele kleine Stände, nett gemacht, aber Obst und Gemüse wie überall in der Karibik ist auch hier sehr teuer. Für 10 mittelgroße Kartoffeln und zwei Tomaten zahle ich umgerechnet 6,50 Euro.  
In Sichtweite liegen die Inseln Palm Island und Mopion, der Inselwinzling - ein Sandhügel mit einem Sonnenschirm und einer Palme.
Heute am Montag checken wir aus und müssen dafür ins Flughafengebäude. Es ist irgendein Feiertag und so fallen auch noch Überstundengelder an. Kaum wieder an Bord rasen schwarze Regenfronten heran, die wir erst noch abwarten, bevor wir zu unserem Übernachtungsplatz in der Tyrell Bucht auf Carriacou starten.

Carriacou  - Grenada  33,5  9,30 Std.

Eine ereignislose Überfahrt mit mittlerem Wind und einer kräftigen Regenwand, die unsere Tanks aber wieder füllt. Die letzten Meilen bleibt der Wind in der Inselabdeckung aus und der Motor muß ran.  Auch der immer noch aktive Unterwasservulkan, den wir mit nur einer SM Abstand passieren brodelt heute nicht. Die letzten Ausbrüche waren 1986,88 und 89.  Aus Sicherheitsgründen sollte dieses tektonische Gebiet mit mindestens 3 SM umfahren werden.  

Karte GrenadaAm späten Nachmittag fällt der Anker vor der Hauptstadt St. George in der Martins Bay, nachdem wir erfolglos durch den Hafen gekurvt sind. Laut unseren Unterlagen sollte man im Innenhafen Lagoon ankern können, aber inzwischen ist auch dort alles voller Stege und Mooringbojen. Also wieder raus auf die billigen Plätze!! Die Tendenz, die Ankerlieger zu vertreiben nimmt zu, mit denen lässt sich wohl nicht genug Geld machen.  Charterurlaubern kommt es in ihren zwei Wochen Urlaub nicht so drauf an, aber den Fahrtenseglern sitzt das Geld nicht so locker und Marinagebühren schlagen immer kräftig zu Buche.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 11. September 2010 um 02:39 Uhr