Grenada, St George Ankerplatz
Dienstag, 3. August 2010
Etwa 14 Tage wollen wir hier bleiben und haben es darum nicht so eilig, die Insel zu entdecken. In der Immigration in der Marina checken wir ein. Zwei mufflige Beamte in einer Art Kapitänsuniform, von deren Englisch wir die Hälfte nicht verstehen und die andere Hälfte versuchen zu erraten, bestätigen einmal mehr unser "Bürokratenbild". Für 21.- Euro bekommen wir eine Aufenthaltsgenehmigung für vier Wochen und wieder einen Stempel mehr im Reisepass.

Und auch mal etwas für die Flaggenfans! Diese Gastlandflagge führen wir unter der Saling. Die sieben Sterne der Flagge Grenadas symbolisieren die Hoffnung auf eine gute Zukunft und stehen für die sieben Gemeinden des Landes: St. George's (der Stern in der Mitte der Flagge steht für den Hauptort), St. John, St. Mark, St. Patrick, St. Andrew, St. David und die Grenadinen.
Die Farben werden wie folgt gedeutet:
- Der rote Rand steht für Harmonie und Einheit und weist auf den Mut hin, der für die Erlangung der Unabhängigkeit nötig war.
- Gelb steht für die Sonne und die Freundlichkeit der Einwohner und gleichzeitig für die Weisheit.
- Grün drückt die Fruchtbarkeit der Landwirtschaft aus, der volkswirtschaftlichen Basis des Landes.
Im linken grünen Dreieck befindet sich eine Muskatnuss (Nutmeg) , das wichtigste Exportgut des Landes.
Neben uns im Ankerfeld liegen vier weitere deutsche Schiffe, die wir nach und nach besuchen. Bei Heinrich und Lisa mit der "Salzberg 7" waren wir am Donnerstag auf ein Bierchen und zum Büchertausch. Ihr Boot ist selbstgebaut, hat während der Bauzeit achtzehn Jahre neben dem Haus gestanden, der seltene Bootsname ist quasi die Adresse.
Walter und Meggi treffen die "Bomika" mit Charly und Lisa wieder, die sie bereits aus Gomera kennen.
Am Samstag besuchen wir zusammen mit Lisa und Charly von der "Bomika" den Markt. Gewürze, Kräuter, Obst, Gemüse und buntes Treiben. Immer wieder schön. Ich kaufe am Kräuterstand Liebstöckel (Maggikraut) im Topf, mal sehen wielange er der Seeluft standhält.
Dieses Wochenende fängt der Karneval mit einer großen Party im Stadion an. Die Marina hat einen Bus organisiert. Wahrscheinlich recht sehenswert, aber wir sind ja nicht gerade Freunde des Karnevals und so werden wir uns mit dem Umzug auf den Straßen begnügen.
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