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Start Logbuch Karibik Martinique - Ausflüge und Sonstiges

Martinique - Ausflüge und Sonstiges

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Martinique, Cul-de-Sac Marin
Freitag, 3.Juni 2010
Katamaran im TrockendockSeit Montag liegen wir eine Bucht weiter in Cul-de-Sac Marin. Etwa 400 - 500 Yachten liegen in dieser großen Bucht und die Marina bietet auch ca. 620 Liegeplätze. Hier ist man anonym, wie in einer Hochhaussiedlung und Kontakte entwickeln sich nur zufällig am Dinghi Steg oder in der Hafenbar Mango Bay. Aber von Vorteil ist die gute Infrastruktur mit Supermarkt, Chip Chandler, Segelmacher, Trockendock etc.. Die Katamarane mit französischer Flagge beherrschen das Bild.

Für drei Tage leisten wir uns einen kleinen Mietwagen mit dem wir zu fünft über die Insel flitzen. Etwas beengt für die drei auf der Rückbank - ich fahre und sitze gut.
Botanischer GartenAm ersten Tag nehmen wir die Route de la Trace durch den Regenwald bis zum Fuß des Mount Pelee. Wir fahren den Botanischen Garten Balata an, aber bei 12,50 € Eintritt (doppelt so teuer, wie das Jahr zuvor!!) streiken alle und so nehmen wir dann in Ajouba den Botanischen Wanderpfad für nur 6,50 € und haben auch noch mit Lucas einen sehr netten Führer inclusive. Ein sehr schöner Buschpfad, der an einer alten Rum Destillerie endet und durch die Erklärungen sehr informativ. Alles haben wir nicht verstanden, da nur bei mir französische rudimentäre Sprachkenntnisse vorhanden sind, aber mit dem bewährten Mix aus Französisch, Englisch und Händen und Füßen geht es. Vanille, Zimt, Kakao, Baumwolle, Cola und Kaffee, einheimische und nicht endemische Pflanzen und "Farntatoos", Krabben und Anolis, Bachläufe - auch den Nichtbotanikern gefällt es. Zurück geht es über die Atlantikküste und später über kleinere Nebenstraßen. Das Abschlußbier in der Mango Bay am Hafen darf natürlich nicht fehlen. Alle sind müde und durchgeschwitzt, es war ein heißer Tag (34 Grad), im Regenwald ist eine hohe Luftfeuchtigkeit und so geht es früh in die Koje.
Rumbrennerei Am zweiten Tag erkunden wir die Westküste. Zuerst steht die Rum Destillerie Neisson in Le Carbet auf dem Programm. Vom Anbau bis zur Verkostung kann man alles frei besichtigen. Sehr interessant fanden wir die alte Dampfmaschine in der Zuckerrohrverarbeitung und die Flaschenfüllanlage. Vor der Verkostung drücken wir uns, weil keiner bereit ist eine teure Flasche Rum zu kaufen und machen uns unaufällig und nüchtern davon. In der kleinen Stadt St. Pierre besuchen wir das Vulkanmuseum (3 Euro). St Pierre wird auch Klein Pompeji genannt, da diese ehemalige große Handelsstadt 1902 beim Vulkanausbruch vollständig zerstört wurde und wie schon erwähnt, lediglich der einzige Häftling der Stadt überlebt hat. Abseits von den Hauptstraßen geht es über abenteuerliche kleine Wege nochmals in den Regenwald mit Bachlauf und Wasserfall am Mount Modeste. Froschkonzert, Bachlaufdusche und eine Tasche voller Mangos!
Der dritte Tag führt uns in die Hauptstadt Fort de France oder auch "Klein Paris". Wir waren vorgewarnt durch Reiseführer und die Dame von der Autovermietung. Die Fahrt durch die Stadt und die Parkplatzsuche ist äußerst anstrengend und schwierig. Die drei Männer können es nicht lassen, sich als Führer zu betätigen - der eine sagt nach links, der nächste nach rechts und der dritte geradeaus, bis ich Bibliothek Schoelcherein Machtwort spreche!! Aber auch das ist irgendwann geschafft und nach einem kurzen Irrlauf finden wir unser Ziel - die Bibliothek Schoelcher. Dieses schöne bzyantinische Gebäude wurde 1889 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt, nach Martinique verschifft und wieder aufgebaut. Der anschließende Stadtbummel und der Cafe au lait in einem kleinen Jazzlokal ist ein schöner Abschluß unseres Ausflugprogramms. Alle sind zufrieden, es war für jeden etwas dabei.

zu den Bildern Mai 2010

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 07. Juli 2011 um 14:16 Uhr