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Affeninsel

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Isla Linton, Panama  Pos N 9°36,76  W 79°35,19                    zu den Bildern Oktober

1.- 15. November 2011                                                                         

In dieser geschützten Bucht zwischen der Isla Linton und dem Festland vor Panama liegen wir gut. Rings um uns der Dschungel mit seinen vielfältigen Geräuschen. Papageien und sonstige Vögel, Fledermäuse, die nachts durchs Boot flattern und unsere Bananen fressen und ebenfalls nicht zu überhören die Brüllaffen auf der die Boys von der FischfarmFestlandseite. Dieser relativ kleine Affe (60-80 cm Körpermaß) gibt unglaubliche Töne von sich. Bei der Art, die hier in Panama vorkommt handelt es sich um den Mantelbrüllaffen. Die Tiere leben in kleineren Gruppen, ernähren sich von Pflanzen und Früchten, das Gebrüll dient der Revierabgrenzung und wird von beiden Geschlechtern ausgeübt, verhindert werden damit Revierkämpfe. Gebrüllt wird gruppenweise und so ergibt sich oft ein Konzert der besonderen Art. Pelikane fischen zwischen den Booten und zwar nicht wie in den San Blas Inseln im Sturzflug von oben. Hier schwimmen oder fliegen sie gemächlich dahin, wo es von Fischen nur so brodelt und tauchen einfach den Schnabel ein.
Das Wasser ist leider nicht so klar wie in den San Blas, aber sehr fischreich. Zwei Fischfarmen sind hier in der Bucht und täglich fahren die Jungs von der FishCompany dorthin zum Verladen, fangen und füttern. Vollbeladen schieben sie den Schwimmponton durchs Wasser und die Boys sind immer für einen Spass zu haben.
Inzwischen haben wir zusammen mit Heike und Wolfgang von der "Vonnie-T" unseren Grosseinkauf im ReyMarkt die Spidermans von der Isla Lintonkurz vor Colon im Einkaufszentrum Quadro Alto erledigt. Wieder hatten wir Glück und der Bus des Supermarktes bringt uns in eineinhalb Stunden zum Dinghisteg zurück. Mit 538 $ inclusive 2 Gallonen Motoröl sollte unser Grundbedarf jetzt für drei Monate gedeckt sein. Alle Bunker sind wieder voll, denn wir haben beschlossen uns noch eine Weile im Kuna Yala Land aufzuhalten. Wir warten auf Freunde aus Curacao, die es nach über zwei Jahren endlich geschafft haben sich dort "vom Grund freizuschneiden". Birgit und Rainer mit Hund Chica von der "Elsa" sind unterwegs...wir hoffen sie kommen bald an.

Wir liegen vor der Isla Linton direkt vor der verlassenen Forschungsstation. Drei Spinnenaffen ( aus der Familie der Klammeraffen ) halten sich dort häufig auf und haben sich mit den Touristen mehr oder weniger angefreundet. Domestizierte Affen sind immer sehr unberechenbar. Sie lassen sich gern...noch mehr Bananen?e füttern, aber wenn dann nichts mehr da ist, werden sie auch durchaus böse und etliche Leute sind schon übel durch Bisse verletzt worden. Zusammen mit Axel und Angelika von der "Cassandra" wage ich den Landfall. Die beiden wollen am Steg ihre Verkleidung vom Vorschiff aufarbeiten und ich die Affen füttern und beobachten. Eckhardt Pieske (Segler kennen Burkhardt Pieske, den Bruder) kommt noch vorbei und warnt uns, aber alles geht gut und es sind einige schöne Fotos entstanden. Die Tiere kommen bis auf den Steg und lassen sich die Bananen und Wassermelone reichen. Einer versucht gar mein festgebundenes Dinghi am Seil heranzuziehen, um an weitere Köstlichkeiten zu gelangen. Aber wir halten vorsichtigen Abstand, ins Wasser gehen die Tiere nicht.

Der November ist der Monat  mit den meisten Regentagen. Täglich regnet es hier vor den Bergen Panamas ausgiebig. Es wird schwierig die Wäsche zu trocknen. Luken auf und Luken zu ist mal wieder zum täglichen Laufsport geworden. Leider sind durch das Nachnähen unserer Cockpitverkleidung die Nähte nicht mehr ganz dicht und so sitzen wir nun in unserem "Wintergarten" mit Tropfstellen. Aber wir sehen das Positive...die Tanks sind jetzt immer voll und das Schiff  sauber gespült.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. November 2011 um 01:17 Uhr