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Guatemala Dezember 2015 - April 2016

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Marinawechsel und Trockendock


Mein Skipper ist im kalten Deutschland geblieben. Ich bin allein im Land. Im Dezember wechsle ich in die Marina Nanajuana mit der Absicht im Februar auf den Hard zu gehen. Pool mit Garten Marina NanajuanaIch geniesse diese tolle Marina mit der weitläufigen Gartenanlage und dem Pool. Meine Nachbarn sind alte Bekannte, "Still Crazy" und "Eiland". Die "Belize" mit Karl und Patricia liegt vor Anker. Neu dabei sind Astride und Pierre, deutschsprechende Franzosen aus dem Elsass und Pablo und Yvette von der "TwoIrie". Yvette ist Yogalehrerin und so gibt es für unsere Truppe zweimal wöchentlich Asanas und Entspannungsübungen. Einfach nur wunderbar... morgens um 10.00 bei leichter Brise in der Palapa zu liegen und etwas für Körper und Geist zu tun.

Leider breche ich mir im Februar bei einem Sturz in den Motorraum die Rippen. Eine unvergessene Nacht halb besinnungslos im Salon und keiner hört mich. Arbeiter Hugo findet mich morgens und holt Bernd (den Tierarzt meiner Wahl) vom Nachbarboot. Machen kann man nichts. Ein paar Schmerzmittel, tröstende Worte, Hibiskustee und abwarten. Die erste Woche verbringe ich in Hockstellung im Cockpit, meine Nachbarn versorgen mich mit Essen und Getränken, jede Bewegung schmerzt höllisch. Die Marineros bauen mir eine Treppe mit Geländer auf den Steg und nach 10 Tagen schaffe ich es das erste Mal wieder von Bord, aber die Beschwerden halten noch gut sechs Wochen an.

Etliche Arbeiten stehen an. Einige Fenster und Bullaugen werden neu eingesetzt und abgedichtet, für den Landanschluss ein neues Kabel gezogen. Hugo und Truppe sind fleissig, während ich bewegungsunfähig im Cockpit hocke.

auf dem HardBis Mitte März muss ich den Termin auf dem Hard verschieben. Die vier Meter Leiter rauf und runter schaffe ich noch nicht.

Aber dann startet die Aktion Stahlarbeiten. Das gesamte Unterwasserschiff wird abgeschliffen und die Stahldicke vermessen. Sieht alles noch ganz gut aus nur der Kettenkasten wird komplett neu aufgebaut. Alle Stellen, die ich von innen nicht erreichen kann, die Ruderanlage und unter den Wassertanks erhalten eine vorbeugende  Aufdoppelung mit 6mm Stahlplatten. Primer, Anti Corrosivo und Teer Epoxy aufgebracht. Kompletter Innenanstrich mit Anti Corrosivo. Neues Echolot eingebaut. Schweißdämpfe und Farbausdünstungen sind ja nicht gerade gesundheitsfördernd und so freue ich mich immer auf Yoga, den Pool, den Garten und die Grillfeten zur Entspannung. 

Ende April ist alles fertig und ich kehre heim zu meinem Skippy nach Deutschland. Im Herbst geht es weiter mit Aussenanstrich, das Boot bleibt auf dem Hard.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 02. November 2017 um 11:05 Uhr